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Das Zusammenspiel von Oberfläche und Bewegung in diesem performativen „Tiefentauchen“ erinnert an Èdouard Glissants Konzept der Opazität: die Weigerung, vollständig gesehen oder vollständig erkannt zu werden.

 

Der Körper schreibt ein, aber die Form widersetzt sich einer einfachen Übersetzung.

Seine Bedeutung schwebt im Raum, bruchstückhaft und vielschichtig. Es ist eine Begegnung mit dem Unergründlichen, bei der das, was bleibt, ebenso wichtig ist wie das, was verloren geht.

 

Das Experiment stellt die Stabilität der Sprache infrage, wie Umberto Eco uns in Erinnerung ruft, wo Metaphern Unterscheidungen auflösen und Bedeutungen instabil werden lassen. Hier wird jeder Ausdruck, geboren aus Tanz und Oberfläche, zu einem Fragment. Es wirft eher Fragen auf als Aussagen.

 

Dieses Projekt lädt uns heute also dazu ein, zu fragen: Was wissen wir über den Tod einer Oberfläche? Wenn die Trinkdose, die bereits gelebt hat und weggeworfen wurde, durch Kontakt, durch Druck, durch Tanz wiedergeboren wird, ist sie dann gestorben oder hat sie eine andere Lebensform angenommen?

Erreicht es einen Zustand, in dem es Erinnerungen eher als Spuren denn als Klarheit speichern kann?

Die Spuren, die auf den Dosen zurückbleiben, geben eine Antwort, ohne sie aufzulösen: Die Oberfläche stirbt nie.

Es verschiebt sich, faltet sich und trägt jede Geste, jeden Überrest, jeden Versuch, zu erkennen, ohne zu erobern.

 

Was aber, wenn Sprache nicht das ist, was wir sagen, sondern das, was jenseits der Grenzen des Sagbaren verbleibt?

Auf diese Weise erinnert uns dieses Werk daran, dass Oberflächen, wie Wörter, über ihren Gebrauch hinaus weiterleben und auch in ihrem Nachleben fortbestehen können.

Auf Einladung des LACE-Symposiums im Rahmen des ImPulsTanz Festivals in Wien, 2025.

Fotocredit: Anna Betsch

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