In Serbien sind Flüsse mehr als nur Linien auf der Landkarte. Belgrad beispielsweise liegt am imposanten Zusammenfluss von Save und Donau, einer der bedeutendsten Flussübergänge Europas. Hier vereinen sich die Wasser der Alpen und des Balkans mit der gemächlichen kontinentalen Strömung, die bis zum Schwarzen Meer fließt. Dieser Zusammenfluss war einst Lebensader und Schlachtfeld zugleich. Die Stadt war ein römischer Außenposten, eine osmanische Grenze, ein Grenzgebiet der Habsburger, und symbolisiert heute einen Ort im ständigen Wandel.
In diesem Kapitel des Projekts könnten wir uns an der Festung Kalemegdan wiederfinden und uns fragen, was im Wasser von diesen übereinandergeschichteten Epochen übrig geblieben ist; kann ein Fluss sich an Belagerungen und Überquerungen erinnern; oder spült er sie weg?
Weiter flussaufwärts, in Novi Sad , wird die Donau zum Spiegel der Stille, während sie sich weitet und ihr Fließen verlangsamt. Nahegelegene Feuchtgebiete und Altarme, in Nebel gehüllt, erinnern uns daran, dass Wasser selbst in scheinbarer Ruhe fragile Ökosysteme erhält. Im Winter erfüllt die Donau ihre Rolle als Archiv und Lebensader zugleich und lädt uns ein, darüber nachzudenken, ob wir uns in dieser scheinbar stillen Jahreszeit auf die ruhigen Rhythmen des Wassers einlassen können.
In Serbien fanden diese Erkundungen im Rahmen von drei Workshops in Zusammenarbeit mit drei Partnern in Belgrad und Novi Sad statt.
Die Projektpartner waren:
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Goethe-Institut Belgrad
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SKUP, Grafička Mreža – Graphic Network – Kunstkollektiv, Novi Sad
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KP radionica, Belgrad





























